Meine Erfahrung mit...

Bookout – Die App für Leser, die auf Statistiken stehen

Je mehr Blogger, Leser und Buchverrückte ich kennenlerne, desto öfter stelle ich fest, dass uns meist noch mehr verbindet als die Liebe zum Lesen. Viele von uns haben außerdem eine Leidenschaft für Zahlen und Statistiken. Es kommt nicht von ungefähr, dass es auf vielen Blogs jeden Monat Rückblicke mit genau aufgelisteten Listen und Diagrammen gibt. Die meisten von uns können einem sogar noch sagen, wieviele Seiten sie im Mai vor drei Jahren gelesen haben, viele neue Bücher dort eingezogen sind oder wie hoch der SuB damals war. Und für genau solche Menschen ist Bookout genau die richtige App.

Bookout – die Lesetracking App

Kindle hat es, Tolino leider nicht und Kobo hat es eigentlich auch, dort funktioniert es aber nur semigut. Ich spreche von der Möglichkeit, dem Leser anzuzeigen, wie lange er noch braucht, um sein aktuelles Buch fertig zu lesen. Eine Funktion, die ich persönlich wirklich schön finde. Und eine Funktion, die einem Bookout auch bietet. Daneben lässt sich der Lesefortschritt festhalten und auch selbst gesteckte Ziele können verfolgt werden. Im Folgenden möchte ich Euch die Funktionen dieser App, die zwischenzeitlich für mich zum Lesealltag gehört, bis ins Detail vorstellen.

bookout""Auf der Startseite zeigt es zunächst alle bisher eingepflegten Bücher an. Bei mir sind das bisher noch sehr wenige, da ich die App erst seit dem 01.Januar nutze. Oben lässt sich die Covershow zum beliebigen Buch drehen. Bei der aktuellen Lektüre findet sich direkt ein Button, um das Lesen fortzusetzen. Man erfährt außerdem auf den ersten Blick, wann man mit dem Buch angefangen hat und auf welcher Seite man sich aktuell befindet. Bei bereits beendeten Büchern wird dagegen angezeigt, wann man mit dem Buch fertig war und wieviele Sterne es abbekommen hat (auch Bookout bedient sich des beliebten 5-Sterne-Systems).

Einfügen lassen sich Bücher auf mehreren Wegen.Es gibt die Möglichkeit, den Barcode zu scannen. Sollte ein Buch dadurch mal nicht auffindbar sein (meiner Erfahrung nach vor allem bei älteren Auflagen) lässt sich das Buch auch noch manuell einfügen.

bookoutMit einem einfachen Wischen nach oben öffnet sich die Detailansicht des jeweiligen Buches, wobei hier die Unterschiede zwischen beendet und unbeendete gering sind. Hier schlägt nun das Herz jedes Statistik-Fans wirklich höher. Neben den gelesenen Seiten kann man sich hier nun auch ansehen, wie viele Zeit man diesem Buch bereits gewidmet hat und vor allem auch, wie lange man bei gleichbleibender Lesegeschwindigkeit noch braucht, um das Buch zu beenden.

Jedes Mal, wenn man nun dieses Buch zur Hand nimmt, kann man den Timer starten und ihn wieder stoppen, wenn man es wieder aus der Hand legt. Die App stellt dann nach und nach immer mehr Daten und Diagramme zur Verfügung. Zum einen kann jede einzelne Lesesitzung angezeigt werden mit gelesener Seitenanzahl, Lesezeit, Minuten/Seite und Seiten/Stunde. Aus diesen Zahlen errechnet Bookout außerdem eine durchschnittliche Statisik.

bookoutWer eher der visuelle Typ ist, kommt ebenfalls nicht zu kurz. In jeder Buchansicht findet sich darüber hinaus auch ein Diagramm, in dem man sich visuell anzeigen lassen kann, wieviele Seiten gelesen wurden oder wieviel Lesezeit man aufgebracht hat. Dabei lässt sich wählen zwischen einem 7 Tage- oder einem 14 Tage-Vergleich.

Ein weiteres Feature gefällt mir gerade als Bloggerin sehr gut. Denn bei jedem Buch lassen sich auch Notizen machen oder Zitate speichern. Gerade was die Zitate angeht, stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Man kann ganz old school das Zitat einfach aus dem Buch abtippen. Es funktioniert allerdings auch, die entsprechende Stelle abzufotografieren, entsprechend zuzuschneiden und als Bild einzufügen. Außerdem bietet Bookout auch die Funktion „Bild zu Text“. Gedacht ist es wohl so, dass die App den abfotografierten Text umwandelt. Leider funktioniert das bei mir nicht ganz so gut.

bookoutWer sich gerne selbst etwas fordert, der wird sich auch über das Ziele-Feature freuen. Da fühlt man sich ein bisschen an Goodreads erinnert. Denn man kann sich, wie man das eben von Goodreads kennt, ein Jahresziel setzen. Gezählt wird dabei von dem Tag an, an dem das Challengeziel gesetzt wird. Darüber hinaus kann man sich auch das Ziel setzen, eine bestimmte Stundenzahl innerhalb eines Monats zu lesen. Für Vielleser wahrscheinlich eher uninteressant, aber ebenfalls möglich: die App kann einen auch täglich ans Lesen erinnern.

Aus den Statistiken der einzelnen Büchern errechnet die App außerdem auch eine solche für alle mit der App gelesenen Büchern. Diese schaut aus wie man es eben von einem einzelnen Buch kennt, zeigt einem aber außerdem auch an, wieviele Tage man durchgehend aufeinanderfolgend gelesen hat. Außerdem kann man hier auch nochmals für jedes Buch eine Infografik abrufen, die sich übrigens auch bei Twitter, Facebook und co. teilen lässt.

Eine weitere kleine Spielerei, die mich eher weniger interessiert, bietet Bookout schließlich noch mit den Erfolgen. Kleine Badges lassen sich durch verschiedene Aktionen freischalten. Dazu gehört beispielsweise „Eine Stunde mit der App lesen“ oder „5 Zitate hinzufügen“. Hätte ich wie gesagt nicht gebraucht, mag für den ein oder anderen vielleicht noch einen zusätzlich kleinen Ansporn liefern.

Aufmerksam geworden auf die App bin ich übrigens durch Kerstin Herbert.

bookout

Fazit

Ich liebe diese App! Anfangs ist es ein wenig nervig, vor jeder Lesesitzung zum Handy greifen zu müssen, um den Timer zu starten. Nach kurzer Eingewöhnung geht einem das aber schnell in Fleisch und Blut über. Und dann wird man mit wirklich tollen Statistiken belohnt, die ab und an auch einen Aha-Effekt hervorrufen können. Gekostet hat mich die Vollversion übrigens rund 6 Euro, die es mir aber nun wirklich wert waren.
Auch wenn ich das Lesen immer noch als Hobby zur Entspannung sehe, finde ich es doch total interessant zu sehen, wie lange ich für ein Buch so brauche…

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11 Kommentare

  • Antworten Neri von Leselaunen 28. Januar 2018 at 17:12

    Danke, für den großartigen Tipp!

    Neri, Leselaunen

    • Antworten Nelly 10. Februar 2018 at 18:10

      Sehr gerne 🙂

  • Antworten Jennifer Hahn 4. Februar 2018 at 21:28

    Hi Nelly,
    also grundsätzlich mag ich ein wenig Statistik sehr gerne, aber ich frage mich gerade, ob mich dieses genaue Tracken beim Lesen nicht total deprimieren und hemmen würde. Wenn man so täglich sein „Lesevolumen“ vergleicht, dann wäre ich bestimmt richtig ehrgeizig dabei und würde darüber ein wenig den Spaß am Lesen verlieren. Schließlich ist Geschwindigkeit nicht alles…
    Was ich gut finde sind die Zusatzfunktionen wie Zitate oder Meinungen hinzuzufügen, aber da ich das auf andere Weise bereits sammele, bräuchte ich dafür nicht noch eine weitere App 😀
    Dennoch trotzdem interessant, wie man sein eigenes Lesen so analysieren könnte. Das mal eine Weile zu machen (aber wirklich nur für einen begrenzten Zeitraum) reizt mich schon ein wenig…
    VG Jennifer

    • Antworten Nelly 17. Februar 2018 at 15:54

      Hey Jennifer!
      Deine Bedenken kann ich verstehen. Nachdem ich die App nun schon knapp zwei Monate nutze, kann ich für mich sagen, dass ich mich gar nicht gestreßt fühle. Mir geht es auch nicht darum, noch schneller zu lesen. Aber interessant ist es schon, wenn man sieht, wie lange man für ein Buch so braucht, an welchen Tagen man mehr zum Lesen kommt, usw…
      Bisher nutze ich Bookout wirklich gerne. Aber da ist eben auch wieder jeder anders.

      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Ela 5. Februar 2018 at 18:25

    Huhu meine Liebe,
    was für eine geile Sache! Danke, dass du uns auf die App aufmerksam gemacht hast, ich werde gleich mal schauen, ob ich sie finde 😀 Ich bin ja auch so Statistik-Freak und finde das immer total spannend, wie viel ich oder andere so lesen 🙂

    Alles Liebe, Ela

    • Antworten Ela 5. Februar 2018 at 18:29

      Ist die App für Android verfügbar? Ich finde sie leider gar nicht .. 🙁

      • Antworten Nelly 5. Februar 2018 at 19:18

        Hey leider nicht.
        Momentan ist die App nur für IOS verfügbar.

  • Antworten Kate 8. Februar 2018 at 18:54

    Hallöchen liebe Nelly,
    ich habe bis vor kurzem Leio benutzt, bin dann aber auf Bookout umgestiegen, weil mir die Aufmachung da besser gefällt. Bis zu deinem Beitrag habe ich es mit der kostenlosen Version ausgehlaten, aber du warst dann doch zu überzeugend. Und irgendwie finde ich die Statistiken echt interessant.

    Ich kann mich noch an meinen alten Kobo erinnern und daran, wie sehr ich beim Tolino die Anzeige, wie lange man noch zum Beenden eines Buches braucht, vermisst habe.
    Leio hat diese Funktion auch. Ich würde sagen, sie funktioniert genauso gut wie bei Bookout.

    Die Bild zu Text-Funktion habe ich bisher noch nicht ausprobiert, werde ich demnächst aber wohl mal tun. Ich bin zwar nicht der große Zitat-Fan, aber die Idee der Funktion finde ich wirklich cool.

    Das mit den Zielen finde ich ziemlich cool. Es stört mich nur etwas, dass ich das Ende nicht selbst bestimmen kann. Ich hätte es nämlich schon gerne bis zum 31.12.2018 gesetzt.

    Die 6€ für die App habe ich schon irgendwie mit einem weinenden Auge ausgegeben. Aber die Statistiken finde ich wirklich interessant.

    Obwohl ich die App schon kenne, fand ich deinen Beitrag wirklich toll! Vor allem habe ich mir die Funktionen deswegen gerade nochmal angeschaut und mich wieder darüber gefreut, wie hübsch die App anzusehen ist.

    Liebste Grüße
    Kate ♥

    • Antworten Nelly 17. Februar 2018 at 17:33

      Huhu Kate!
      Ich finde, die 6 Euro sind zu verkraften. Zumal ich die Statistiken wirklich liebe. Einen wirklichen Mehrwert hab ich dadurch natürlich nicht, aber es ist einfach interessant, sie auszuwerten.
      Ich kann zwischenzeitlich ganz gut einschätzen, wie lange ich für ein Buch brauchen werde. Daher bin ich total verliebt in die App. Auch die Zitat und Notizfunktionen nutze ich zwischenzeitlich sehr gerne. So habe ich alles in einer App.
      Schön, dass Dir der Post gefallen hat 🙂

      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Sebastian 16. Februar 2018 at 15:46

    Grundsätzlich stehe ich ja auch total auf Lesestatistiken, muss aber leider gestehen dass ich meistens nicht konsequent genug bin um mein Leseverhalten lückenlos festzuhalten. Für meine Statistiken nutze ich in der Regel immer das Spreadsheet von Crini, aber gegen Ende des Jahres verliere ich da häufig immer den Faden und wenn ich einmal raus bin, lasse ich sowas dann meistens auch endgültig ruhen.

    Es gibt ja mittlerweile diverse Tracking-Apps für Lesefortschritte, bisher konnte mich aber noch keine wirklich überzeugen. „Bookout“ finde ich auf den ersten Blick noch am interessantesten aber ich stelle mir es gerade auch schwierig vor, jedes Mal zum Handy greifen zu müssen – da ist für mich die Ablenkungsgefahr einfach zu groß und 6€ ist mir für so eine Spielerei auch ein wenig zu viel 😀

    • Antworten Nelly 18. Februar 2018 at 10:46

      Hey lieber Sebastian,
      bei Apps, die ich früher ausprobiert habe, ging es mir wie Dir. Irgendwann ist man nicht konsequent und hat dann auch keine Lust mehr, sie weiter zu nutzen. Die Ergebnisse würden dann ja ohnehin nicht mehr stimmen. Da macht es halt dann auch keinen Spaß mehr.
      Spreadsheet sagt mir gar nichts. Werd ich nachher gleich mal googlen. Ich hab mich auch durch einige Apps durchprobiert, aber immer etwas gefunden, was mir nicht gefällt. Bookout konnte genau die Punkte, über die ich mich bei anderen Apps aufgeregt habe, mit Bravour erfüllen. Daher haben mir die 6 Euro auch nicht weh getan.
      Und tatsächlich geht einem der Griff zum Handy unglaublich schnell in Fleisch und Blut über.

      Alles Liebe, Nelly

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