Spoilerecke

{ Spoiler } Rendezvous mit einem Mörder // J.D. Robb

Im Folgenden findet ihr eine Inhaltsangabe zu Rendezvous mit einem Mörder von J.D. Robbs. Der Gedanke dahinter ist, dass es doch schon mal vorkommt, dass man einen Band einer Reihe liest und wenn man diese fortsetzen möchte, nicht mehr genau weiß, was denn eigentlich in den Vorgängern geschehen ist. Posts aus der Kategorie „Spoilerecke“ verraten natürlich alles und sollten nur auf eigene Gefahr gelesen werden.

Eve Dallas ist Polizistin beim NYPD. Die Geschichte beginnt einen Tag, nachdem sie im Dienst einen tödlichen Rettungsschuss auf einen Mann abgeben musste. Eigentlich müsste sie nun einige vorgeschriebene Tests durchlaufen, bevor man sie wieder in den aktiven Dienst lässt. Doch bevor sie diese ablegen kann, wird sie von ihrem Commander an einen Tatort gerufen, welcher unter größter Geheimhaltung steht. Daher hilft ihr dabei auch nur ihr Kollege Feeney.

Der Tatort liegt in einem Viertel, das dafür bekannt ist, dass sich hier die Prostituierten niederlassen. Doch das Opfer ist nicht eine unbekannte Prostituierte, sondern die Enkelin des Senators DeBlass. Sharon hat ihren Körper verkauft und wie es scheint, hat der letzte Freier die Gewalt über sich verloren. Doch Eve findet am Tatort einen Zettel, auf dem ‚Eine von sechs‘ steht, was befürchten lässt, dass Sharon nicht das letzte Opfer ist. Am Tatort findet Eve auch die Tatwaffe – ein Revolver, wie man ihn Ende des 20.Jahrhunderts noch benutzt hat. Zwischenzeitlich gelten diese Waffe als antik.

Von Sharons Nachbarn erfährt Eve, dass Sharon am Tag vor ihrem Tod noch ein Date hatte und zwar mit dem schwerreichen, attraktiven und etwas mysteriösen Roarke, von dem die Leute noch nicht einmal dessen Vornamen kennen. Ob der allerdings gemeinsam mit ihr in die Wohnung gegangen ist, lässt sich nicht mehr herausfinden, da der Täter das Sicherheitssystem des Hauses so manipuliert hat, dass er nirgends zu sehen ist.

Als Eve an diesem Abend nach Hause kommt, findet sie innerhalb ihrer Wohnung ein kleines Päckchen, das eine Diskette enthält. Auf dieser Diskette findet sie eine Videoaufzeichnung vom Mord. Wie der Täter allerdings in Eves Wohnung gekommen ist, bleibt ihr unklar. Als sie ihren Commander über die Ereignisse in Kenntnis setzt, erfährt sie, dass Sharons Großvater, Senator DeBlass, sich mit Hilfe des Polizeipräsidenten das Einverständnis einholen konnte, über sämtliche Ermittlungsergebnisse informiert zu werden.

Auf Sharons Beerdigung lernt Eve auch endlich Roarke kennen, der immer wieder in den Ermittlungen eine Rolle zu spielen scheint. Er ist sofort bereit, Eve zu helfen und ihr Zugang zu seiner Waffensammlung zu geben.

In der Zwischenzeit hat der Täter sich bereits der zweite Opfer gesucht. Doch bevor Eve davon etwas mitbekommt, besucht sie Roarke in dessen Haus. Er zeigt ihr seine Waffensammlung und da dessen Revolver noch verschlossen im Haus ist, wächst Eves Hoffnung, dass Roarke nichts mit dem Mord zu tun hat. Als er die Polizistin noch zum Essen einläd, kommt es zum Kuss zwischen den beiden. Doch bevor die beiden sich noch näher kommen können, wird Eve über den Fund der zweiten Leiche benachrichtigt.

Als Eve nochmals Sharons Nachbar befragt, beschließt sie sich, nochmals Sharons Wohnung zu besichtigen. Dort entdeckt sie, dass der Täter ebenfalls nach der Tat nochmals in der Wohnung gewesen sein muss. Irgendwas scheint er gesucht zu haben.

Der Senator behindert Eve mit seinen Forderungen laufend in den Ermittlungen. So zitiert er sie und Feeney nach East Washtington, wo Eve auch auffällt, dass sie beschattet werden. Trotzdem gelingt es Eve, sich einmal mit Sharons Mutter zu unterhalten. Die erzählt ihr davon, dass Sharon schon seit Kindheitstagen Tagebuch führt, dem sie alle ihre Geheimnisse anvertraut. Da die Ermittler das aktuelle Tagebuch nicht in der Wohnung finden konnte, geht Eve davon aus, dass auch der Täter danach gesucht haben könnte. Eve ist sich sicher, dass Sharon für ihre Tagebücher irgendwo ein Bankschließfach gemietet hat, doch Nachforschungen in diese Richtung bleiben fruchtlos.

Mitten im Fall zitiert der Commander Eve nun doch zu den psychologischen Tests. Eve ist sich eigentlich sicher, dass sie diese mit Bravour bestehen wird, doch zwangsweise muss sie sich dann auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Denn auch Eve wurde als Kind sexuell missbraucht. Das hat zur Folge, dass sie sich an die ersten acht Jahre ihres Lebens gar nicht mehr erinnert und sie noch nicht einmal ihren richtigen Namen weiß.

Am gleichen Abend kommt es auf ein erneutes Zusammentreffen mit Roarke. Sie schlafen miteinander und Eve ist dabei, sich in den attraktiven Junggeselle zu verlieben, hat aber Angst, sich ihm zu öffnen. In der Zwischenzeit hat der Senator beim Polizeipräsidenten erreicht, dass der Mord an seiner Enkelin unter keinen Umständen mit dem an der zweiten Prostituierten in der Öffentlichkeit nicht in Verbindung gebracht werden darf. Doch Nadine, eine toughe Journalistin, fängt Eve nach der Pressekonferenz ab und ist sich sicher, dass dem nicht so ist. Sie erzählt, dass ihr ein fremder Informant sämtliche Ermittlungsergebnisse, samt der Mordvideos, hat zukommen lassen. Die beiden gehen einen Deal ein.

Endlich findet Eve das Bankschließfach von Sharon, doch die Tagebücher sind nicht wie erhofft darin. Allerdings finden sich dort Listen mit sehr bekannten Namen und Geldbeträgen. Scheinbar hat Sharon eine ganze Reihe von Leuten erpresst, darunter auch Politiker, Berühmtheiten und der Polizeipräsident.

Zurück im Büro erhält Eve eine Mail mit der Nachricht ‚Drei von Sechs‘ und dem Bild einer weiteren toten Frau. Das neuste Opfer ist eine ältere Frau, über 50, allerdings ebenfalls Prostituierte. Und auch dieses Mal findet man die Mordwaffe, wiederum eine antike Waffe, am Tatort. Und dieses Mal findet die Polizei heraus, wem sie gehört. Die Waffe ist auf Roarke zugelassen. Eve schafft es allerdings zu beweisen, dass er es nicht gewesen sein kann. Die Beziehung zwischen den beiden wird dadurch allerdings belastet.

Doch ihre heißeste Spur sind Sharons Aufzeichnungen. Eve will herausfinden, mit was sie den Polizeipräsidenten erpressen konnte. Daher spielt sie ihre Informationen Nadine zu, um die Öffentlichkeit aufzurütteln. Nun kann sie den Polizeipräsidenten auch offiziell zum Verhör laden. Während sie sich darauf vorbereitet und nochmals die Videos vom Tatort anschaut, fällt ihr auf, dass die Opfer unterschiedlich weit nach oben blicken. Eve kommt der Gedanke, dass sie es vielleicht mit zwei Täter zu tun haben könnte. Doch bevor sie sich darüber mehr Gedanken machen kann, bekommt sie einen Anruf von Sharons Nachbarn Charles. Er erzählt, dass er auf seinen Namen für Sharon ein Bankschließfach unterhält und Eve ist sich sicher, dass sie dort die Tagebücher finden wird. Doch bevor sie dorthin fahren kann, erreicht sie ein weiterer Anruf. Eine völlig verzweifelte Frau ist an der Leitung…

Eve ist sich sicher, dass sie weiß, wo sie diese Frau finden kann. Daher schickt sie Feeney gemeinsam mit Charles zum Bankschließfach und macht sich selbst, gemeinsam mit Roarke, auf die Reise zu Sharons Eltern. Dort finden sie auch deren Tante. Diese ist mit den Nerven am Ende. Eve kann zu der Frau durchdringen und was die ihr dann erzählt, gibt dem Fall seine Wendung.

Senator DeBlass hat seine eigene Tochter jahrelang sexuell missbraucht und als diese alt genug war und sich von ihm lösen konnte, griff er auf seine Enkelin Sharon zurück. Doch als diese älter wurde, wollte sie nicht mehr das Opfer sein. Also hat sie den Spieß umgedreht und hat sich fortan von ihrem Großvater für den Sex bezahlen lassen. Da hat Eve ihren Täter mit einem ziemlich starken Motiv. Und der Verdacht erhärtet sich auch durch Sharons Tagebücher, die Feeney zwischenzeitlich in den Händen hat. Daraus ergibt sich, dass Sharon am Abend ihres Mordes mit ihrem Großvater verabredet war und auch dessen Alibi geht flöten. Eve kann den Mörder endlich festnehmen.

Doch der Senator ist kränklich und Eve kann den Mann nicht recht ins Verhör nehmen. Sie geben ihm 48 Stunden, um sich zu erholen und Eve kann endlich einmal nach Hause fahren. Doch in ihrer Wohnung ist sie nicht allein. Plötzlich taucht Rockman auf, DeBlass‘ rechte Hand. Er bedroht sie mit einer antiken Waffe und erzählt ihr nun, wie die ganze Sache wirklich gelaufen ist und dabei schließen sich auch die noch offenen Fragen.

DeBlass hat sich an Sharons Todestag tatsächlich mit ihr getroffen und hat sie wohl im Affekt getötet. Vor dem Haus wartete Rockman im Auto. Als DeBlass völlig aufgelöst um Hilfe rang, sprang ihm Rockman bei Seite und richtete den Tatort entsprechend her, um auf einen Serienmörder schließen zu können. Die anderen beiden Frauen tötete Rockman dann alleine, da er die Lust am Töten bei sich entdeckt hat. Nachdem er gegenüber Eve alles freizügig erzählt, ist sicher, dass er sie ebenfalls umbringen will. Doch die Polizistin wehrt sich mit Händen und Füßen und kann außerdem unbemerkt einen Notruf an Feeney absetzen. Dieser schafft es gemeinsam mit Roarke gerade noch rechtzeitig, Eve zu befreien.

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3 Kommentare

  • Antworten Sebastian 23. Juni 2017 at 16:13

    Ha, zu diesem Buch habe ich vor Jahren meinen allerersten Blogbeitrag geschrieben, da werde ich jetzt direkt ein wenig nostalgisch 😀

    Bei mir ist das Buch aber nicht so gut weggekommen, ich glaube ich hatte damals etwas völlig anderes erwartet – irgendwie einen coolen SciFi-Thriller, aber für mich war das viel zu viel Schmalz und Romantik 😀 Wenig überraschend habe ich die Reihe dann auch nicht weiter verfolgt^^

    • Antworten Nelly 23. Juni 2017 at 23:47

      Da muss ich doch gleich mal schauen gehen 😀 Und dass Du da nostalgisch wirst, das find ich irgendwie wirklich schön.
      Wahrscheinlich hat mir das Buch deshalb so unglaublich gut gefallen, weil ich eigentlich mit einem „normalen“ Thriller erwartet habe und von der SiFi-Komponente gar nichts wusste. Da hat vor allem mein Coverherz zugeschlagen. Aber ich fand eben den Umstand, dass dieses Zukunftsding nichr zu sehr in den Vordergrund tritt, ganz angenehm. Und als Mädchen darf es eben auch gern mal etwas Schmalz sein 😀
      Der zweite Teil wird wahrscheinlich morgen bei mir eintreffen und ich freu mich schon drauf. Vielleicht kann ich Dir nach dem Lesen berichten, dass der Schmalz zurückgeht

      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Sebastian 25. Juni 2017 at 11:43

    Ich wusste vorher nun mal überhaupt nicht, dass die Reihe so einen hohen Romantik-Anteil hat, sonst hätte ich die Bücher gar nicht erst angefangen 😀

    Ich glaube auch eher nicht, dass ich nochmal einen Anlauf wagen werde, da habe ich einfach viel zu viele Reihen auf dem Zettel, die ich lieber anfangen bzw. fortsetzen will 😀

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