Drüber nachgedacht

Lesechallenges

Herzlich Willkommen zum ersten „Drüber nachgedacht“ im Jahr 2017. Wie immer plaudern Tati, Elli, Franzi, Jess, Maike, Ramona und ich etwas aus dem Nähkästchen. Heute soll es um ein Thema gehen, zu dem die unterschiedlichsten Meinungen vertreten werden. In meinem heutigen Post möchte ich Dir gerne meine ureigene Meinung erzählen und Dir auch den ein oder anderen Tipp geben.

Was sind Lesechallenges überhaupt?

Gerade zum neuen Jahr hin, schießen sie wie Pilze aus dem Boden: Lesechallenges. Gemeinsam mit anderen Lesern werden bestimmte Ziele verfolgt, bestimmte Bücher gelesen, ein bestimmter Zwischenschritt erreicht. Meist gibt es monatliche Aufgaben, an denen man seine nächste Lektüre raussuchen kann. Es gibt unzählige Arten von verschiedenen Challenges, weswegen auch unzählige unterschiedliche Herausforderungen oder Aufgaben möglich sind.

Welche Vorteile bringen Lesechallenges?

Meiner Meinung nach haben Lesechallenges einen riesigen Pluspunkt. Sie lassen einen zu Büchern greifen, die man sonst vielleicht erst in ferner Zukunft gelesen hätte oder vielleicht sogar nie. Die Themenvorgaben passen meist nur auf eine Hand voll Bücher, je nachdem, wie groß der eigene SuB ist. Denn wenn wir mal ehrlich sind: es gibt immer das ein oder andere Buch, das wir unbedingt mal haben mussten, das dann aber ewig im Regal steht, weil es einen doch nicht mehr so arg anspricht.

Und dann kommt beispielsweise in einer Lesechallenge die Aufgabe „Lies ein Buch, auf dessen Cover ein Schmuckstück zu sehen ist“. Und? Was meint ihr, wieviele Bücher ihr dafür hättet? Soviele sind es nicht, das verspreche ich euch. Und wie toll wäre es, dann ein Buch von seinem SuB-Dasein zu befreien, das da schon eine Weile liegt? Dabei helfen Lesechallenges wirklich ungemein.

Hinzu kommt, dass diese auch eine kleine Motivationshilfe sein können, wenn man droht, in eine Leseflaute zu stürzen. Viele Challenges, die von Bloggern oder Bücherseiten organisiert werden, winken immer wieder auch mit tollen Preisen. Dafür ist es aber meist erforderlich, soviele „Aufgaben“ wie möglich zu erfüllen. Das kann einen schon motivieren, wenn beispielsweise ein toller eReader in Aussicht steht oder ein Büchergutschein.

Doch es ist nicht alles Gold was glänzt…

Warum also findet ihr auf meinem Blog keine Challenge-Übersichten mehr? Ganz einfach, weil ich seit geraumer Zeit an keiner mehr teilnehme. Und das hat auch seinen Grund. Ich habe festgestellt, dass Lesechallenges mich ziemlich unter Druck setzen. Zu meiner Bloganfangszeit waren Challenges für mich eine neue Herausforderung, die ich gerne annahm. Daher habe ich es vielleicht auch etwas übertrieben, denn ich hab natürlich nicht nur mit einer angefangen. Und dann fing ich an, mir bereits am Anfang des Monats zu überlegen, welche Bücher ich lesen könnte, um allen Aufgaben gerecht zu werden.

Zwar hab ich so tatsächlich zu Büchern gegriffen, die ich gar nicht so auf dem Schirm hatte. Allerdings artete es bei mir schnell in Streß aus. Ich hatte ständig das Gefühl, als MÜSSTE ich nun lesen. Selbst wenn ich auf das Buch gar keine Lust hatte, habe ich mich teilweise durchge“kämpft“. Außerdem kam hinzu, dass wenn man bei mehreren Challenges mitmacht, auch meist mehrere Bücher dafür lesen sollte. Da blieb manchmal nur wenig Zeit für Bücher, die ich vielleicht viel lieber gelesen hätte.

Meine Tipps

Trotz allem hatte ich die meiste Zeit wirklich viel Spaß, an einer Lesechallenge teilzunehmen. Wenn man es nicht übertreibt und die ganze Geschichte nicht so arg eng sieht, kann man mit sowas viel Spaß haben. Daher habe ich euch mal drei Lesechallenges herausgesucht, die ihr euch vielleicht einmal näher anschauen solltet.

Die Task-Challenge

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Die Idee zur Challenge kam vor einigen Jahren von Nicole von lilstar.de. Sie hat sich dann mit Kathleen von Schnuffelchens Bücher und Co zusammengetan. Wenn ich es richtig auf dem Schirm hab, hat Kathleen die Challenge nun komplett allein übernommen.

Jeden Monat gibt es drei Aufgaben zu erfüllen, wobei es für jede erfüllte Aufgabe ein Los zu gewinnen gibt. Um die Aufgabe zu erfüllen ist eine Rezension zum gelesenen Buch nötig. Zu gewinnen gibt es auch etwas. In jedem Quartal gibt es kleinere Gewinne, als Hauptgewinn gibt es einen Amazon- oder Thaliagutschein zu gewinnen.

Wer viel und gerne liest, der ist mit der Task-Challenge wirklich gut bedient. Die Aufgaben sind vielseitig und meistens findet ihr bestimmt ein passendes Buch. Außerdem sind die Gewinne natürlich verlockend.

Goodreads-Challenge

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Challenges kann man sich natürlich auch selbst stellen. Da bietet Goodreads eine tolle Möglichkeit. Dort kann man einstellen, wieviele Bücher man sich für das aktuelle Jahr vornehmen möchte. Die gelesenene Bücher werden einfach eingetragen und so hat man seinen Fortschritt wirklich gut im Blick. Die perfekte Challenge für all diejenigen, die einfach nur einen kleinen Motivationsschub brauchen.

Titelchallenge

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Eine richtig tolle Challenge haben sich Elli und Tati dieses Jahr ausgedacht. Die beiden Ladys haben eine richtig gute Mischung gefunden, um einem ordentlich viel Spaß an der Sache zu bescheren und auf der anderen Seite wurde auch dafür gesorgt, dass kein Streß ausbricht. 20 Aufgaben stehen an, die allerdings im Laufe des kommenden Jahres ganz nach Belieben erfüllt werden können. Obwohl ich mich die letzten Monate von Lesechallenges wirklich ferngehalten habe, werde ich da doch wirklich gerne mitmachen. Und ihr solltet auch dabei sein!

Und das beste daran? Sie beginnt jetzt erst und ihr könnt von Anfang an dabei sein. Also meldet euch schnell an, damit wir sehen können, wer von uns die meisten Aufgaben lösen kann.


Ebenfalls drüber nachgedacht haben…

Buchhaim | Lovelymix | Primeballerina’s book | Kunterbunte Flaschenpost | Kielfeder | Bücherquatsch | Lottas Bücher


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11 Kommentare

  • Antworten Elli 15. Januar 2017 at 10:32

    Hi Nelly!
    Es freut mich sehr, dass du unserer Challenge noch eine Chance gibt, obwohl du dich eigentlich von dem Thema abgewandt hast. Danke, dass du unsere Challenge hier auch nochmal präsentierst! 🙂
    Ich habe bis jetzt noch an keiner Challenge teilgenommen und bin gespannt, wie sehr es mich unter Druck setzen wird. Bis jetzt sehe ich die Sache eigentlich ganz locker. Wenn das Buch zur Aufgabe passt, ist es natürlich cool, wenn nicht, ist es auch kein Drama.
    Hab einen schönen Sonntag und Danke für ein tolles „Drüber nachgedacht“,
    Elli

    • Antworten Nelly 20. Januar 2017 at 23:46

      Huhu Elli,
      ich glaube, eure Challenge ist genau richtig gemacht. 20 Bücher sind wahrscheinlich für den durchschnittlichen Buchblogger zu schaffen. Da erinnerst du mich noch daran, dass ich unbedingt mal schauen müsste, wie ich meine Seite anlege bzw ich sollte es jetzt dann mal machen.
      Bin gespannt, welche Erfahrungen du nun mit deiner allerersten Challenge machst.

      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Jess 15. Januar 2017 at 10:34

    Liebe Nelly,

    das geht es uns ja wieder einmal sehr ähnlich. 🙂 Ich finde es klasse, dass du auch die Vorteile von Lesechallenges aufgelistet hast – da klingt mein Beitrag doch vielleicht zu negativ. 😀 Und die Vorteile sind so gesehen auch wirklich super und ich wäre froh, wenn ich diese auch für mich nutzen könnte – aber nunja. Es ist wie es ist, wir sind einfach nicht für Lesechallenges geschaffen. 😉

    Hab noch einen schönen Sonntag!
    Jess

    • Antworten Nelly 22. Januar 2017 at 20:23

      Huhu Jess,
      als ich zu meiner Anfangszeit noch an Challenges mitgemacht habe, da waren die Vorteile auch wirklich spürbar. Ich hab einige Bücher weggelesen, da andernfalls vielleicht noch monatelang auf meinem SuB gelegen hätten. Allerdings wären sie wahrscheinlich auch so irgendwann gelesen worden.
      Werde mich, sofern ich dazu komme, mal an Tatis und Ellis Challenge versuchen, allerdings nicht mehr so motiviert wie ich das anfangs immer war. Da wollte ich unbedingt immer alle Aufgaben fertig bekommen…. schauen wir mal

      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Franzi Schönbach 15. Januar 2017 at 11:52

    Huhu liebe Nelly,
    oh, das kommt mir so bekannt vor! Ich habe mcih grad am Anfang auch mit zu vielen Challenges überhäuft und dann schnell aufgegeben oder mich zu sehr unter Stress gestellt. Und dann macht das Ganze auch gar keinen Spaß mehr. Mittlerweile findet man bei mir praktisch auch keine Challenges mehr. Aber ich freue mich, die TitelChallenge zu probieren, 20 Aufgaben in einem Jahr, ich denke, dass sollte stressfrei und mit Spaß zu schaffen sein 🙂

    glg und einen tollen Sonntag
    Franzi

    • Antworten Nelly 24. Januar 2017 at 0:34

      Huhu liebe Franzi,
      mir geht es genau wie dir. Ich denke auch, dass 20 Aufgaben machbar sind. Und zwischenzeitlich hab ich nicht mehr so den Drang, alle Aufgaben erfüllen zu wollen. Von daher wird der Streß wahrscheinlich ohnehin ausbleiben 😀
      Schauen wir mal, wie es klappt
      Ich drück dir die Daumen
      Alles Liebe, Nelly

  • Antworten Tatze 15. Januar 2017 at 12:17

    Liebe Nelly 🙂

    ha, wie gut, dass du an unserer Challenge teilnimmst, obwohl du eigentlich gar keine mehr machen wolltest. 😀 Ich versuche auch mich nicht stressen zu lassen, sondern einfach zu gucken, ob das Buch, was ich gerade lese zu irgendeiner Aufgabe passt. Mal schauen, wie das so klappt. 😀

    Liebste Grüße,
    Tati

  • Antworten Madame Lustig 15. Januar 2017 at 15:09

    Meine liebe Nelly,
    ich kann dich so so gut verstehen und ich finde es wirklich sehr witzig, dass wir alle so unsere Problemchen mit den Challenges haben. Umso mehr freue ich mich aber, dass auch du dich dazu entschieden hast, bei der Titelchallenge teilzunehmen. Wir machen uns dann gegenseitig Mut, wenn es tatsächlich nötig sein sollte und werden alle gemeinsam bestimmt eine ganze Menge Spaß haben. 🙂

    Fühl dich ganz doll gedrückt, meine Liebe.
    Maike

  • Antworten Lotta 18. Januar 2017 at 9:05

    Hallöchen meine liebste Nelly,
    ich bin so so froh, dass ich nicht die Einzige bin, die mit so Challenges nicht wirklich (mehr) was anfangen kann. Ich war nämlich genau wie du. Ich habe irgendwie nur noch Bücher gelesen, weil ich sie eben für die Challenge lesen musste und nun ja. Das ist irgendwie nicht Sinn und Zweck der Sache, denke ich. Vielleicht habe ich mal Lust eine Monatschallenge aufzubauen oder so etwas in der Art, wo man pro Woche eine bestimmte Aufgabe erfüllen oder so etwas ähnliches (oder Quartalschallenge). Das geht dann nicht so lange und macht vielleicht mehr Spaß. (Auch für den Organisator).. ich bin schon fleißig am Überlegen. Vielleicht willst du ja mit Brainstormen? ^^

    Liebst, Lotta

  • Antworten Sebastian 20. Januar 2017 at 18:53

    Ich finde Challenges ja eigentlich immer ziemlich spaßig und motivierend aber spätestens nach einem halben Jahr verliere ich dann meistens doch irgendwie den Faden, meist weil ich aus Zeitgründen mal einen Monat aussetzen muss und dann fehlt irgendwie die Motivation zum weitermachen.

    So ist meine Hauptchallenge mittlerweile eigentlich nur noch die Goodreads-Challenge, außerdem habe ich immer noch eine kleine private Challenge laufen, die mir zumindest dabei hilft, das Bücherkaufen halbwegs unter Kontrolle zu halten 😀

  • Antworten Kate 22. Januar 2017 at 17:48

    Hallöchen,
    ich kann dich vollkommen verstehen. Ich fand Challenges anfangs auch unglaublich toll, aber mittlerweile setzen sie mich doch eher unter Druck und im Vergleich zu diesen Vielviellesern komme ich mir dann teilweise schlecht vor.
    Dieses Jahr habe ich aber eine tolle Challenge entdeckt. Die Punkte-Challenge zum SuB-Abbau. Dabei kann man nichts gewinnen und es gibt auch keine festen Regeln. Die Aufgaben werden recht einfach gehalten. Für den Januar ist es zum Beispiel blau. Also egal ob blaues Cover, ein Charakter blaue Haare oder sonst was. Das finde ich ziemlich cool 🙂

    Liebste Grüße
    Kate ♥

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