Rezension

Bis(s) zum Abendrot // Stephenie Meyer

Ein Seattle kommt es vermehrt zu ungeklärten Todesfällen. Den Cullens und Bella ist sehr schnell klar, dass diese Morde von einem Vampir begangen werden. Doch wer genau dahinter steckt, ist unklar. Doch als ein unbekannter Vampir in Bellas Schlafzimmer eindringt, wird erkennbar, dass dieser wohl nicht zufällig sein Unwesen in Seattle treibt. Aber Bella hat auch privat mit einigen Problemen zu kämpfen. Zum einen steht ihre Freundschaft zu Jacob auf Messers Schneide, da dieser tiefere Gefühle für sie pflegt, als ihr lieb ist. Nach einem Kuss kommt es zum Zerwürfnis zwischen den Freunden.

Dann ist da noch die Sache mit der Verwandlung zum Vampir. Als wäre die ganze Sache noch nicht kompliziert genug, stellt Edward eine Bedingung: Bellas soll erst dann zum Vampir werden, wenn sie Edward heiratet. Als sich die Ereignisse um den unbekannten Vampir zuspitzen, müssen die privaten Sorgen aber zurückstecken. Um sich gegen einen Angriff zu wappnen, müssen sich die Cullens mit dem verfeindeten Werwolfsrudel verbünden.

Außen hui – und innen noch viel besser

Auch bei Band 3 der Reihe finde ich die Cover immer noch toll. Besonders dieses Mal habe ich mich sofort in den Einband verliebt. Das Rot ist wirklich hübsch und es passt super zu dein anderen Büchern.Dafür fand ich das englische Cover bei Band 3 etwas weniger schön als bei Band 1 und 2.

Bella und Edward sind zurück und was soll ich sagen? Es kribbelt endlich wieder… Endlich wieder Schmetterlinge im Bauch und große Gefühle. Im Gegensatz zum zweiten Teil hat mit Band 3 wieder gefallen und mich vollkommen überzeugt. Auch dieses Mal schafft Stephenie Meyer es wieder mit einem einfachen und schlichten Erzählstil große Gefühle zu vermitteln.

biss zum abendrot

biss zum abendrot

In „Bis(s) zum Abendrot“ machen auch die Charaktere ein riesen Entwicklung durch. Jacob war mir dieses Mal endlich auch sympathisch und macht nicht mehr den Eindruck eines pubertierenden kleinen Jungen. Als Mitglied von „Team Edward“ war ich natürlich super froh, dass er wieder eine tragende Rolle gespielt hat, wobei ich zugeben muss, dass er von allen noch am wenigstens Entwicklung gezeigt hat.

Selbst Bella, deren Fan ich ja nicht gerade bin, ist endlich (ein wenig) erwachsen geworden. Sie fängt endlich an, sich darüber Gedanken zu machen, was es heißt, das eigene Leben aufzugeben und sich von Freunden und Familie abzuwenden. Am meisten gefreut habe ich mich aber darüber, dass auch Rosalie endlich ihre Geschichte erzählen durfte. Allgemein wird Familie Cullen mehr in die Geschichte eingebunden und schließt sie noch mehr ins Herzen. Schließlich kam dieses Mal auch die Spannung und die Action nicht zu kurz. Zum einen ist da die Rivalität zwischen Edward und Jacob. Aber noch spannender war die Mordserie, die in Seattle tobt und schließlich in einem Show-Down allererster Güte endet.

Eine Protagonistin, die das selbständige Denken einstellt

Leider hat sich an der Abhängigkeit, welche Bella in Hinsicht auf Edward entwickelt hat, nichts geändert. Zwar fängt Bella, wie gesagt, endlich mal wieder an, ihr Hirn zu benutzen, nur leider scheint sie das, was sie sich da überlegt, nicht in die Realität umsetzen zu können.

Wenn Edward sagt „Spring“, fragt die Gute „Wie hoch?“. Zwar setzt sie sich einmal gegen ihren Liebsten durch und lässt sich zu Jacob bringen, aber sie vermittelt noch immer nicht den Eindruck, als könnte sie wirklich über die Frage „Leben oder Tod“ selbständig entscheiden. Wer allerdings die Vorgänger-Bücher kennt und liebt, der weiß, was da auf ihn zukommt und hat sich damit auch einigermaßen abgefunden.

Trotz kleiner Kritikpunkte ist diese Geschichte wieder einmal spannungsgeladen und aufregend gewesen. Zwar steht nicht mehr die Romanze im Vordergrund, aber trotzdem gibt es genug Stellen, an denen das vertraute Kribbelgefühl aus Teil 1 sich wieder eingestellt hat. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden, ob mir Teil 1 oder Teil 3 besser gefällt, daher gibt es wie auch schon bei Bis(s) zum Morgengrauen 5 Sterne für ein Buch, das man einfach mal gelesen haben sollte.


Bis(s) zum Abendrot | Stephenie Meyer
Carlsen | 2008 | 624 Seiten | #3 der Bis(s)-Reihe
Original: Eclipse | übersetzt von: Sylke Hachmeister
erhältlich als: Hardcover | Taschenbuch | eBook
Weitere Meinungen zum Buch: My life | Lesefieber

Hier klicken für die Reihenfolge der Bis(s)-Reihe
biss zum abendrot Teil #1
Bis(s) zum Morgengrauen
biss zum ende der nacht Teil #2
Bis(s) zur Mittagsstunde
biss zum ende der nacht Teil #3
Bis(s) zum Abendrot
biss zum ende der nacht Teil #4
Bis(s) zum Ende der Nacht


Vorheriger Post Nächster Post

Das könnte Dir auch gefallen

7 Kommentare

  • Antworten Binzi 17. August 2014 at 7:07

    Jetzt bin ich aber erleichtert, dass dir Band 3 wieder besser gefallen hat 🙂

    • Antworten Nelly 17. August 2014 at 8:11

      Hihi ja 🙂 Hat mich nach dem Lesen auch erleichtert…
      Vielleicht hat mir in Band 2 einfach ein wenig die Action gefehlt

  • Antworten Monja 17. August 2014 at 10:06

    Freut mich das dir der teil besser gefallen hat

  • Antworten Jessy 20. August 2014 at 14:03

    na da bin ich ja gespannt auf den dritten Teil, den Film hab ich zwar schon gesehen, aber ich hoffe, dass das Buch wirklich spannender ist, als die ersten beiden Teiel, die ich zugegebener Maßen gar nicht schlecht fand.
    Zu Norman: ich habe schon fünf von ihr gelesen und ich find die Frau klasse. Grausames Spiel wolt eich schon lang lesen, gerade, da es einer der ersten Teile um die Beckets ist, von daher sind meine Erwartungen dementsprechend hoch und ich denke auch nicht, dass ich in der Hinsicht enttäuscht werde.

    • Antworten Nelly 20. August 2014 at 16:50

      Hab noch zwei Norman Bücher auf dem SuB aber bin noch nicht zum Lesen gekommen.
      Aber nachdem du so begeistert bist, werd ich das glaub demnächst ändern

    Kommentar hinterlassen