Rezension

Hundert Namen // Cecelia Ahern

Eine Liste und hundert Namen drauf. Und natürlich irgendein Zusammenhang. Da bin ich neugierig geworden. Und dann stammt das Buch auch noch von Cecelia Ahern, die sich in der Literaturwelt nun doch einen Namen gemacht hat. Ich hatte mir eine emotionale Geschichte erhofft, vielleicht eine kleine Schnitzeljagd. Heute erzähle ich euch, ob meine Erwartungen auch erfüllt wurden.

Ich freue mich grundsätzlich immer auf den Moment, wenn Frau Ahern ein neues Buch auf den Markt wirft. So gut wie die ganze Sammlung habe ich im Buchregal stehen. Gerade bei „Hundert Namen“ freute ich mich sehr auf die Veröffentlichung, weil ich die Idee des Buches einfach toll finde. Eine Liste mit hundert Namen, bei denen die Protagonistin nicht weiß, was sie verbindet. Die erste Hälfte des Buches habe ich verschlungen, da die aufgegriffenen Schicksale gut gewählt sind und es nicht vorhersehbar ist, welche Verbindung sie aufweisen. Auch der Schreibstil war, wie von Cecelia Ahern gewohnt, flüssig und nicht sehr komplex.

hundert namen

Ab der Hälfte des Buches wurde es dann zäh. Die Charaktere treffen sich alle, um einen Ausflug zu machen. Ich musste mich echt zwingen, das Buch fertig zu lesen. Auch das Ende war wirklich unbefriedigend. Zwar ist die Botschaft, die das Buch vermitteln will, ganz nett, aber der Weg dahin war holprig. Beim Zuschlagen des Buches blieb bei mir das Gefühl, als hätte Cecelia Ahern selbst nicht genau gewusst, wie sie eine Verbindung zwischen den 100 Personen herstellt. Die Geschichte ist einfach nicht fertig. Aber am meisten gestört hat mich die Protagonistin Kitty. Man, man, man… ich hatte mehr als einmal das Bedürfnis, der Gute eine Ohrfeige zu verpassen und ihr zu sagen: „Jetzt reiß dich mal zusammen, Mensch.“ Kitty war mir von Anfang an unsympathisch, weil sie nur jammert, heult und sich bemitleidet. Die ganze Idee der Geschichte wurde schlecht umgesetzt.

Dieses Mal fehlte mir einfach der Zauber, den man von den Büchern von Cecelia Ahern sonst kennt. „Hundert Namen“ ist ganz bestimmt nicht ihr bestes Buch. Wer es nicht liest, verpasst auch nichts. Wer wirklich Lust auf eine schöne, zauberhafte Ahern-Geschichte hat, sollte sich eines ihrer anderen Werke vornehmen.


Hundert Namen | Cecelia Ahern
Fischer | 2013 | 416 Seiten | Einzelband
Original: Hundred Names | übersetzt von: Christine Strüh
erhältlich als: Hardcover | Taschenbuch | eBook


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6 Kommentare

  • Antworten Anna M. 25. Juli 2014 at 6:43

    Hallo 🙂
    Das Buch hört sich trotzdem spannend an und wandert auf meine Wunschliste. Kann zwar dauern bis ich es lesen kann, weil meine Wunschliste beträgt mittlerweile über 170 Bücher. 😉

    Liebe Grüße
    Anna

    • Antworten Nelly 25. Juli 2014 at 7:00

      Haha jaa ich hab deine Wunschliste gesehen 🙂 Da hast noch einiges vor.
      Ich freu mich schon drauf, was du dazu sagst. Auch wenn es ein wenig dauert…. ich bin geduldig 🙂
      Liebe Grüße
      Nelly

    • Antworten Anna M. 25. Juli 2014 at 17:18

      Ja ist auch echt schlimm, dass es so viel tolle Bücher gibt 😉

    • Antworten Nelly 25. Juli 2014 at 17:34

      Sooo viele Bücher und so wenig Zeit^^

  • Antworten Nadine 13. Mai 2015 at 9:36

    Huhu,

    das mit der Verlinkung ist kein Problem …

    LG Nadine

  • Antworten Kristina 18. Juni 2015 at 18:56

    Hallo :),
    erst einmal vielen Dank, dass du auf unserem Blog vorbeigeschaut und einen netten Kommentar geschrieben hast :). Mir gefällt dein Blog.

    Cecelia Ahern lese ich auch sehr gerne. Mir fehlt nur noch ihre Novelle und das neueste Buch. "Hundert Namen" habe ich mit vier Sternen bewertet. Ich war auch schonmal bei einer Lesung von ihr zum Buch "Die Liebe deines Lebens". Das war klasse!

    Ich wünsche dir schon einmal ein schönes Wochenende.

    Glg, Kristina

    http://jekranta.jimdo.com/

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