Rezension

Solange du mich siehst // Cecelia Ahern

Cecelia Ahern kennen die meisten. Bekannt ist sie vor allem durch ihre rührenden und emotionalen, manchmal auch witzigen Romane. Mit Solange du mich siehst hat sie sich nun auch an Kurzgeschichten gewagt. Und nicht nur in dieser Hinsicht betritt sie neues Terrain. Denn vor allem die zweite Kurzgeschichte passt so gar nicht in ihr „Wohlfühl-Genre“ der Liebesromane.

Auch dieses Mal wurde wieder die unverwechselbare Schrift für das Cover gewählt, mit welcher man schon von weitem erkennt, von welcher Autorin das Buch stammt. Es ist in einem wirklich schönen lilanen Farbton gehalten und der Titel des Buches steht ist in einen Spiegel geschrieben. An sich ein ganz hübsches Cover, finde ich.

Die zweite Geschichte „Das Mädchen im Spiegel“ war sehr nach meinem Geschmack. Eine solche Geschichte hab ich Cecelia Ahern eigentlich gar nicht zugetraut, da diese Story gar nicht ihr Stil ist. Die Geschichte ist dunkel und gruselig. Das hat nichts mit den Liebesgeschichten zu tun, die man sonst von ihr kennt. Der Schreibstil ist um einiges flüssiger als in der ersten Kurzgeschichte. Eine Frau wird an ihrem Hochzeitstag in einen Spiegel gezogen und kann sich nicht aus eigener Kraft befreien. Zwar fehlt aufgrund der Kürze der Geschichte den Charaktere ein wenig die Tiefe, aber an sich waren mir die Charaktere immer noch sympathischer als die der ersten Geschichte. Schade, dass Cecelia Ahern diese Idee nur für eine Kurzgeschichte verwendet hat. Das hätte ein gutes Buch werden können.

solange du mich siehst

Die Charaktere der ersten Geschichte besitzen absolut keine Tiefe. Der Mann, um den sich die Geschichte dreht, hat keinen Namen, dafür aber eine Menge Flashbacks, die ich absolut langweilig fand. Der Schreibstil ist furchtbar. Irgendwie passt da nichts zusammen und auch die Geschichte fand ich ein wenig lahm. Der Mann hat eine Maschine erfunden, mit der sich Gedanken verändern lassen. Er stellt eine Assistentin ein, die eines Tages genau das will – ihre Gedanken und Erinnerungen zu verändern. Irgendwie kam überhaupt keine Spannung auf und ich hab mich durch diese Geschichte wirklich durchkämpfen müssen.

Das Buch liest sich recht schnell durch und die zweite Geschichte hat mich doch ganz gut unterhalten. Cecelia Ahern hat dieses Mal etwas ganz anderes versucht und diese dunkle, düstere Seite an ihr hat mir wirklich gut gefallen. Rein für die erste Geschichte hätte sich das Buch allerdings nicht gelohnt.


Solange du mich siehst | Cecelia Ahern
Fischer | 2012 | 128 Seiten | Einzelband
Original: Girl in the Mirror | übersetzt von: Christine Strüh
erhältlich als: Hardcover | eBook
Weitere Meinungen zum Buch: Claudias Bücherregal | Pimisbuecher


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2 Kommentare

  • Antworten Kerstin Hissung 1. August 2014 at 10:28

    Ein toller Blog – ich folge dir ab jetzt sehr gern und regelmäßig. Vielleicht magst du auch mal bei mir vorbei schauen und mir folgen. Das würde mich freuen. Viele Grüße. Kerstin

    • Antworten Nelly 1. August 2014 at 10:36

      Hallo Kerstin,
      Ich freue mich wirklich sehr, dich als neue Leserin begrüßen zu dürfen.
      Natürlich mach ich mich gleich mal auf den Weg zu dir 🙂
      Viele liebe Grüße

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