Es spoilert!

{ Spoiler } Schwestern im Sturm // Sibylle Baillon

Im Folgenden findet ihr eine Inhaltsangabe zu Schwestern im Sturm von Sibylle Baillon. Der Gedanke dahinter ist, dass es doch schon mal vorkommt, dass man einen Band einer Reihe liest und wenn man diese fortsetzen möchte, nicht mehr genau weiß, was denn eigentlich in den Vorgängern geschehen ist. Posts aus der Kategorie „Es spoilert“ verraten natürlich alles und sollten nur auf eigene Gefahr gelesen werden.

Jeanne, Madeleine und Marianne werden von ihren Eltern nach Paris gebracht, da die Hungersnot auf dem Land zwischenzeitlich so groß ist, dass die drei Mädchen nicht mehr durchzubringen sind. Durch zweifelhafte Verbindungen des Vaters konnten drei verschiedene Orte gefunden werden, an denen die Mädchen ein neues Zuhause finden sollen.

Die 10-jährige Jeanne landet bei einem schmierigen Krämer, der des nachts versucht, sich an ihr zu vergreifen. Sie flüchtet und wird von der Prostituierten Claire gefunden und aufgenommen. Dies stellt sich für sie als großes Glück heraus, denn der Krämer Alain hatte vor, das Mädchen an ein Bordell von Madame Gourdan zu verkaufen. Claire arbeitet zunächst auf eigene Rechnung, dabei wohnt sie in einem abgewohnten, dreckigen Zimmer, das sie sich kaum leisten kann. Auch hier ist das Essen immer knapp. Daher ist sie froh als sie in einem von Paris‘ bekanntesten Freudenhaus anfangen kann, denn dort hätte sie gemeinsam mit Jeanne ein eigenes Zimmer, genug zu Essen und regelmäßige Kundschaft.

Madame Gourdan versucht währenddessen, das Mädchen an einen Marquis zu verkaufen, der eine Vorliebe für besonders junge Mädchen hat, doch auch dieses Mal hilft das Schicksal Jeanne aus der Patsche.

Jeanne rafft sich bald zusammen und fängt an, für Madame Besson Waren durch einen Bauchladen zu verkaufen. Die Händlerin lehrt das Mädchen lesen und schreiben, um sie in ihrem Wunsch, selbst einmal einen Laden zu führen, zu bestärken.

Als die Puffmutter plötzlich stirbt und das Freudenhaus schließen muss, mietet Jeanne kurzentschlossen ein Ladenlokal. Sie zieht in den Palais Royal und schafft es dort tatsächlich, sich ein kleines Ladengeschäft aufzubauen. Auch Camille, der Buchladenjunge, von dem sie einiges gelernt hat, folgt ihr dorthin.

Alain, der Krämer bei dem Jeanne eigentlich unterkommen sollte, hat durch seine leeren Versprechungen einen finanziellen Erdrutsch hingelegt.

Madeleine landet in einer Schneiderei und hat anfangs große Schwierigkeiten, sämtliche neue Eindrücke zu verarbeiten und daraus zu lernen. Doch in Luisa findet sie eine geduldige Freundin, die sich ihrer annimmt. Außerdem stellt sich heraus, dass sie ein Händchen fürs Nähen hat.

Marianne wird von ihrem Vater in ein gutes Haus gesteckt, um der Tochter des Hausherrn als Gesellschafterin zu dienen. Doch auch sie findet dort eine gute Freundin. Germaine hat einen Narren an dem Mädchen gefressen und bringt ihr nich nur lesen und schreiben bei, sondern unterweist sie auch in politischen Fragen.

Einige Jahre gehen ins Land. Jeannes Laden floriert und nachdem sie als Filiale auch Bonbons verkauft, läuft ihr kleiner Laden noch besser. Auch Camille wurde in ihre Idee eingeweiht und hilft ihr nun als Verkäufer. Jeanne und Camille, die sich nun schon seit Jahren kennen, erkennen, dass sie sich nicht nur wie Bruder und Schwester lieben. Jeanne schenkt ihre Jungfräulichkeit an genau dem Tag her, an dem es zum Sturm auf die Bastille kommt. Camille schließt sich den Aufständischen nur zu gerne an und kommt danach allerdings nicht wieder.

Einige Tage danach taucht plötzlich ein junges Mädchen im Laden auf und fragt nach Jeanne. Camille wurde verwundet, liegt nun im Fieber und fragt immer wieder nach ihr. Als Jeanne sich mit dem Mädchen aufmacht, um Camille aufzusuchen, stellt diese sich als Camilles Verlobte vor und Jeannes Welt bricht zusammen.

Marianne ist noch immer im Haus von Germaine, die zwischenzeitlich verheiratet wurde und Kinder bekommen hat. Ihr Vater wird dann allerdings plötzlich vom König entlassen und die Zeit von 1789 ist geprägt von Aufruhr und Umschwung. Marienne hat die Bekanntschaft von Pascal gemacht, der ihr auf einer Soirée stürmisch den Hof macht. Der Soldat ist Feuer und Flamme für seine Marianne und setzt alles daran, um sie zu erobern. Die Familie Necker, bei der sie nun seit Jahren fest Teil der Familie ist, erlaubt dem jungen Soldaten, Marianne zu heiraten.

Madeleine wird in der Zwischenzeit von dem humpelnden Talleyrand umgarnt. Es scheint, als habe er ehrliche Gefühle für das Mädchen, steht aber im Ruf, ein Weiberheld zu sein. Und tatsächlich lernt er durch Germaine auch Marianne kennen und wird sodann nur noch von Gedanken an sie beherrscht. Schnell findet er heraus, dass Madeleine Mariannes Schwester ist und zieht ebenfalls Erkundigungen über die Eltern ein, die er allerdings für sich behält.

Camille kommt unterdessen wieder zu Kräften. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen Adelaide in Wahrheit zwar hinter dem jungen Mann her, allerdings mit nichten mit ihm verlobt ist. Sie verführt ihn im geschwächten Zustand und Camille erkennt, dass er Jeanne zwar aufrichtig liebt, ihr allerdings keine ewige Treue schwören kann.

Nach der Revolution wird der Adel hart verfolgt und es kommt immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen. Germaine, erneut schwanger, verlässt das Land und flüchtet gemeinsam mit Marianne in die Schweiz. Doch die Reise dorthin ist beschwerlich und gefährlich. Marianne, die zwischenzeitlich mit Pascal verheiratet ist und weiterhin eine Affäre zu Talleyrand unterhält, verliert aufgrund der Strapazen das Kind, mit welchem auch sie schwanger ist.

Auch Madeleine erwartet ihr erstes Baby. Doch bevor sie Talleyrand die Neuigkeit erzählen kann, verlässt dieser Hals über Kopf das Land. Nun muss die junge Schneiderin befürchten, unverheiratet ein Kind auf die Welt zu bringen.

Als Germaine weiter aus der Schweiz nach England flüchten will, trennt sich Marianne von ihr. Sie will zurück nach Paris, um ihre Eltern und Schwestern aufzuspüren. Nachdem Germaine sich mit dieser Entscheidung zunächst schwer tut, verabschiedet sie sie dann doch und schickt sie zu Madame Bertin, ihre Stammschneiderin, um sie für ihre Aufgabe auszurüsten. Dort findet sie unverhofft ihre Schwester wieder.

In der Zwischenzeit kämpft Jeanne um das Leben ihrer besten Freundin Claire. Diese hatte sich mit Tuberkulose angesteckt und ihr Zustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Als Claire den Kampf gegen ihre Krankheit verliert, verliert Jeanne ihren Halt und ihre Hoffnungen. Nachdem die Läden im Palais Royal alle geschlossen werden sollen, verkauft Jeanne alles, was sich zu Geld machen lässt. Claires Kleidung will sie dabei Madame Bertin geben, wo sie ebenfalls auf ihre Schwestern trifft.

Madeleine bringt eine gesunde Tochter zur Welt und die Schwester leiten gemeinsam mlt Luise weiterhin die Schneiderei. Eines Tages entdeckt der Krämer Jeanne und greift sie an. Gemensam mit ihrer Schwester schafft sie es, sich den Mann vom Leib zu halten. Dabei ersticht sie ihn in Notwehr mit einer Schere. Gemeinsam versenken die Schwestern die Leiche in der Seine.

Eines Tages steht plötzlich Camille wieder in der Tür. Jeanne fällt ihm überglücklich in die Arme und die beiden bezeugen sich ihre Liebe.

Im Epilog erhält Napoleon, der zwischenzeitlich Hauptmann ist, einen Brief von Jeanne, in dem sie ihn daran erinnert, sie irgendwann mit zunehmen, damit sie unter den Soldaten ihre Waren anbieten kann.

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